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15.01.2020, 11:12 Uhr | VRM-MAINSPITZE / Ulli
Beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands werden Ziele für 2020 angesprochen
Pressebericht von VRM-MAINSPITZE / Ulli
Mobilitätswende bleibt Thema

GINSHEIM-GUSTAVSBURG. (uli). Als viel zu klein erwies sich am Sonntag der Marmorsaal im Gustavsburger Bürgerhaus beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes. Zahlreiche Gäste des öffentlichen Lebens, der Fraktionen aus der Stadtverordnetenversammlung sowie CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz und der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer füllten die Reihen. Stühle schleppten die Organisatoren auch noch für den Bischofsheimer Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) und zahlreiche Vereinsvertreter herbei.

„Politik darf nicht spalten und sollte eine Sache aller Generationen für alle Generationen sein“, begrüßte der neue CDU-Stadtverbandsvorsitzende Franz-Josef Eichhorn die Gäste, von denen etliche stehen mussten, gleich mit einer Grobskizze seiner Vorstellungen von Kommunalpolitik. Für Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung im nächsten Jahr kündigte er an, dass es ein „realistisches“ Wahlprogramm der CDU geben werde, in dem Forderungen auch auf ihre finanzielle Machbarkeit abgeklopft seien. Vorrangig verfolge seine Partei den Bau eines Bürgerhauses in Gustavsburg, ein neues Feuerwehrhaus im Stadtteil, die Schaffung von Kita-Plätzen und die Ortsentlastungsstraße für Ginsheim.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) resümierte das abgelaufene Jahr und stellte in den Vordergrund für 2020, dass sich seine Stadt weiter für eine Mobilitätswende und damit für weniger motorisierten Individualverkehr engagieren werde. Die Aufstellung eine Bebauungsplanes für Teilbereiche des alten Ortskerns in Ginsheim oder die Schaffung von Kita-Plätzen in der Georg-August-Zinn-Schule waren dann weitere Themen, die für ihn 2020 gewichtig sein werden, wenn dann erst einmal ein Etat verabschiedet ist, bei dem sich die Stadtpolitik im letzten Jahr verspätet hat.

Als Gastredner sprach Hessens Polizeipräsident Udo Münch, vormals der oberste Chef des Bürgermeisters, der als Polizist in den Rathaus-Chefsessel gewechselt war.

Polizeipräsident berichtet von weniger Einbrüchen

Auf unterhaltsame und kurzweilige Weise verpackte Münch in einem Kurzabriss das Thema öffentliche Sicherheit, heruntergebrochen auf die lokale Ebene. Da Kriminalitätsfälle abnähmen und die Aufklärungsquoten stiegen, läge das individuelle Empfinden von Bedrohung nicht richtig, arbeitete er anhand von statistischen Zahlen heraus. Alleine die Zahl der Wohnungseinbrüche in Hessen hätte sich in den vergangenen Jahren halbiert, wobei die Betroffenen weniger materiell dafür umso mehr psychisch geschädigt würden.

„Wir leben im sichersten Land der Welt“, unterstrich er. Gleichzeitig stellte er aber auch die Aufrüstung der Polizei mit technischen Hilfsmitteln vor, die dabei helfen sollen, dass die 4000 Angriffe die es gegen hessische Polizeibeamte im letzten Jahr gab, wieder zurückgehen. Der Politik gab der Ginsheimer auch mit Blick auf das Altrheinufer, wo er selbst wohnt, den süffisanten Tipp: „Weniger planen, mehr machen!“

Die Sternsinger und zahlreiche Grußworte rundeten den prall gefüllten Neujahrsempfang ab.

MEHRHEIT

Nach 70 Jahren in der Opposition hat die CDU Ginsheim-Gustavsburg seit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2016 eine bürgerliche Mehrheit gemeinsam mit den Freien Wählern und der FDP geschmiedet.

Auch der parteilose Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha wird von der CDU unterstützt. (uli)

 

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